Musiktherapie


Musiktherapie als Entwicklungsförderung 

ist angesiedelt in der Verbindung zwischen Pädagogik und Therapie und eignet sich besonders für ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot in pädagogischen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen. Dieses richtet sich an Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderungsbedarf  und / oder akuten Schwierigkeiten.

Durch das Medium Musik ist eine nonverbale Kommunikation und Ausdrucksmöglichkeit gegeben, welche ergänzend und erweiternd wirkt und durch die ein anderer Zugang ermöglicht wird als der, den das Kind sonst gewöhnt ist. 
 
 

Das Setting 

Entwicklungsfördernde Musiktherapie an Kindergärten und Schulen wird in drei Formen angeboten, die Dauer richtet sich nach den Bedingungen der Einrichtung und erfolgt in Absprache. 

1. Einzeltherapie 

2. Gruppentherapie mit speziell hierfür vom Therapeuten in Absprache mit dem Pädagogen vorgeschlagenen Kindern, die individuelle Schwierigkeiten haben ( 3 - 6 Kinder). 

3. Gruppentherapie in Halbklassen, dies ist besonders zu empfehlen, um die Methodik kennenzulernen, mit den Kindern vertraut zu werden und an einer Verbesserung der Dynamik und der Kommunikation innerhalb der Klasse  zu arbeiten 
 
 

Indikation 

Für 1. und 2. kommen Kinder in Frage, die Entwicklungsauffälligkeiten und / oder Entwicklungsverzögerungen  in individuellen, familiären, sozialen Bezügen zeigen und sich positiv gegenüber dem Medium Musik verhalten, besonders auch Kinder mit hyperaktiven oder sprachlichen Störungen. 

Für 3. eignen sich Schulklassen, Kindergruppen, die niedrigschwellig an eine Verbesserung des Klimas innerhalb der Klasse herangeführt werden sollen.Die Zusammenarbeit und Unterstützung durch die pädagogische Einrichtung ist hier besonders wesentlich, wirkt im Gegenzug auch sehr stark auf sie zurück.
 

Ziele

- Förderung von Kommunikation

- Förderung von Selbstbewußtsein

- Abbau von Agression

- Förderung des Sozialverhaltens

- Verbesserung des Lernverhaltens

- Förderung von Konzentrationsfähigkeit 
 

Methodik 

Entwicklungsfördernde Musiktherapie arbeitet mit Ansätzen der integrativen Therapie ( Isabell Frohne-Hagemann) und der Ausdruckstherapie ( Hans-Helmut Decker-Voigt und Paolo Knill ), sie wird beeinflußt von den Forschungsansätzen Daniel Sterns, der sich ausgiebig mit der Entwicklung kindlichen Verhaltens befasst hat. Auch der  Ansatz der sogenannten

" kreativen Leibtherapie" von Udo Baer und Gabriele Frick-Baer ist hier wesentlich.

Im Zentrum steht die Selbstwahrnehmung durch freie Improvisation und, bei der Arbeit mit Gruppen, die Selbstwahrnehmung in geführten musiktherapeutischen Spielen und musikalischen Aktionen, auch in Bewegung. 
 

Ausstattung des Raumes 

Bedingung für ein erfolgreiches musiktherapeutisches Arbeiten ist ein geeigneter, störungsfreier Raum mit einem geeigneten Instrumentarium und einer hellen Atmosphäre.




© 2011 J.S.Bach Musikakademie am Dom - Tel.: 0241-4354369